Erfolgreicher Start für DC Pfalz
In Kürze werden die ersten 250.000 Flaschen mit dem neuen
Gütezeichen auf dem Markt sein
NEUSTADT/WSTR., 14.1.2005 (pw.) Bereits wenige Wochen nach dem
Start des Projekts DC Pfalz (Districtus Controllatus Pfalz) zeichnet
sich eine rege Beteiligung bei den Pfälzer Weingütern
und Genossenschaften ab: Wie die Pfalzwein-Vorsitzende, Landrätin
Theresia Riedmaier, bei einer Pressekonferenz mit Staatssekretär
Günter Eymael (Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft
und Weinbau) am Rande der Pfälzer Weinbautage berichtete,
haben inzwischen 21 Betriebe knapp 50 Weine für das neue Gütezeichen
angemeldet. Damit steht jetzt schon fest, dass in Kürze werden
mehr als 250.000 Flaschen mit dem neuen Gütezeichen auf dem
Markt sein werden. Die ersten drei DC Pfalz-Weine wurden bei der
Pressekonferenz vorgestellt, weitere sollen auf der Fachmesse ProWein
in Düsseldorf und der Pfälzer Weinmesse in Bad Dürkheim
präsentiert werden. Erstmals der Presse vorgestellt wurde
auch die metallisch-silberne Kapsel, das markante Erkennungszeichen
der DC Pfalz-Weine. Staatssekretär Eymael bezeichnete DC Pfalz
als ein innovatives Vorhaben, das mit dem Herausheben des Besonderen
wertvolle Pionierarbeit leiste. Das Gütezeichen wird nur für
trockene Weine der fünf typischen Pfälzer Rebsorten Riesling,
Weiß, Grau- und Spätburgunder und Dornfelder vergeben.
Die Weine müssen qualitativ überdurchschnittlich abschneiden
und werden zudem einer neu konzipierten Typizitätsprüfung
unterzogen. Die Pfalz ist das erste deutsche Anbaugebiet, in welche
es ein solches Zeichen für Typizität und Qualität
gibt, federführend für das Projekt ist Pfalzwein e. V..
Bei der ersten DC Pfalz-Prüfung im Dezember wurden zwei
von fünf Weinen abgelehnt. Auch wenn dies die betroffenen
Weingüter schmerzt, sieht die Pfalzwein-Vorsitzende Riedmaier
darin ein richtiges Signal: „Nur die strenge Prüfung
von Qualität und Typizität sichert uns bei Weinliebhabern
und Kunden Glaubwürdigkeit“, sagte sie. Weitere Prüftermine
sind für Ende Januar und Anfang Februar vorgesehen. Beim Dienstleistungszentrum
Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR), wo sich die Projekt-Managerin
Rebecca Henseler unter der fachlichen Leitung von Professor Ulrich
Fischer um die Prüfungen kümmert, sind inzwischen zehn
Prüfer geschult.
Damit die Verbraucher die DC Pfalz-Weine leicht erkennen, wurde
eine spezielle Kapsel entwickelt. Sie sticht durch ihren metallischen
Silberglanz mit dem Schriftzug DC Pfalz besonders ins Auge. „Wir
haben mit dieser Kapsel zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“,
sagte die Pfalzwein-Vorsitzende Riedmaier. Denn erstens sei die
Kapsel ein „aufmerksamkeitsstarkes, wirklich augenfälliges
Merkmal von DC Pfalz“ und zweitens sei Pfalzwein den Betrieben
mit der Auswahl einer Kapsel anstelle einer Banderole entgegengekommen: „Die
Kapsel lässt genügend Raum für die eigene Ausstattung
und erfordert keinen zusätzlichen Aufwand.“
Riedmaier und der Pfälzer Weinbaupräsident Edwin Schrank
zeigten sich zuversichtlich, dass viele Weinbaubetriebe die Chancen
von DC Pfalz nutzen. „Ich bin überzeugt, dass wir im
ersten Jahr weit mehr als eine halbe Million Flaschen mit DC Pfalz
haben werden“, sagte Schrank. Mit den derzeit angemeldeten
Weinen sei bereits die Marge von 270.000 Flaschen überschritten.
Er rechne jedoch damit, dass viele Winzer erst im Januar entschieden,
ob sie bei DC Pfalz mitmachen wollten.
Die Pfalzwein-Werbung bereitet derzeit einen Internet-Auftritt
vor, der unter der Adresse www.dcpfalz.de alle Informationen für
Verbraucher und interessierte Weingüter zusammenfasst. „Ende
Januar wollen wir damit online gehen“, sagte Pfalzwein-Geschäftsführer
Dr. Detlev Janik. Bis dahin könnten sich die Betriebe auf
der Seite von Pfalzwein informieren. Auch eine kleine Informationsbroschüre
für Weinliebhaber sei in Vorbereitung. DC Pfalz-Weine werden
außerdem den neuen Mitgliedern des Pfalzclubs als Begrüßungsgeschenk
angeboten, außerdem will Pfalzwein drei Probierpakete – je
eines mit den weißen und den roten DC Pfalz-Weinen und ein
Gesamtpaket mit allen fünf Rebsorten – vermarkten. Riedmaier
verspricht sich bei Weinbaubetrieben wie Verbrauchern vor allem
von der gemeinsamen Initiative mit der WM-Stadt Kaiserslautern
zusätzlichen Schub. „Die Chance, 2006 einen WM-Wein
im Sortiment zu haben, sollte eigentlich jedes Pfälzer Weingut
anspornen“, sagte Riedmaier. Darüber hinaus sei eine
Fülle weiterer Vermarktungs-Initiativen denkbar – von
DC Pfalz-Präsentationen bis zum Einsatz von DC Pfalz beim
Wein-Sponsoring. Der Etat der Pfalzweinwerbung wird sich dabei
je nach Beteiligung durch den Werbebeitrag der Betriebe – sie
zahlen je Flasche einen Werbekostenzuschuss von zehn Cent – noch
deutlich erhöhen.
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